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Arbeitsstelle Philosophische Bildung

Leitung: Prof. Dr. Ekkehard Martens/Bettina Bussmann, M.A.
E-Mail: martens@erzwiss.uni-hamburg.de

Konzept

Philosophische Bildung versteht sich analog zur religiösen, politischen oder ästhetischen Bildung. Sie ist der Prozess eines konkreten Philosophierens, nicht der Besitz eines Bildungswissens abstrakter Philosophie. Die Orientierungsunsicherheit der zunehmend wissenschaftlich-technisch geprägten, multikulturellen und globalisierten Gesellschaft sowie des Einzelnen ist manifest, ebenso die Gefahr pseudowissenschaftlicher Lösungen und fundamentalistischer Heilsversprechen. Unser traditionelles Welt- und Menschenbild und unsere Moralvorstellungen geraten ins Wanken: „Was ist gerecht? Gibt es universelle Menschenrechte? Wozu Demokratie? Worauf können wir hoffen? Brauchen wir Gott? Wie perfekt kann und darf uns Gentechnik, Schönheitschirurgie, Doping etc. machen? Was ist der Mensch im Unterschied zum Tier und Computer?“ Zu diesen und anderen Grundfragen unserer Zeit ermöglicht philosophische Bildung eine Orientierung im Denken und durch Denken für den Einzelnen und für einen interreligiösen und interkulturellen Dialog der Gesellschaft sowie der Weltgemeinschaft. Sie geht von allgemeinen Erfahrungen und Überlegungen aus, setzt sich mit den Ergebnissen der modernen Naturwissenschaft auseinander und macht sich das Denken der philosophischen Tradition der Menschheit sowie der philosophischen Fachdisziplin zunutze. Philosophieren ist eine elementare Kulturtechnik wie Lesen, Schreiben und Rechnen und hat das Ziel, die Reflexionsfähigkeit und das Urteilsvermögen zu fördern.

Philosophische Bildung beginnt mit der Kindheit, wird in Schule und Hochschule fortgesetzt und ist Aufgabe des lebenslangen Prozesses allgemeiner Bildung. Die Arbeitsstelle richtet sich daher an die Verantwortlichen in Schule und Hochschule, Wirtschaft, Politik und Kirche. Sie bietet als Wissenstransfer konzeptionelle, praktische und organisatorische Hilfe an.

Projekte (laufend und in Vorbereitung)

  • Anfertigung von Expertisen (u. a. „Philosophische und religiöse Bildung“, Bosch-Stiftung; „Global Philosophy“)
  • Gemeinsame Philosophiekurse von Schule und Universität (u.a. Kinderuniversität, Kurse für Hochbegabte, Philosophieunterricht 5./6. Klasse, Austausch Didakt. Seminar, Uni und Brecht - Gymnasium)
  • Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen für verschiedene Bildungsträger
  • Vorträge und Gesprächskreise für Wirtschaft, Politik und Kirche (u. a. „Grundfragen unserer Zeit – Antworten der Philosophie“ gemeinsame Vorträge:
    •  3. Münsteraner Bildungskongress (Hochbegabtenförderung) „Multiples Philosophieren“ (11.09.2009).
    • Workshop Fachdidaktik Philosophie 3.7.2010, Uni Paderborn (Praxiserfahrungen mit dem Philosophieunterricht in Klasse 5).
  • Bettina Bussmann, LA WS 2010/11: "Philosophieren in der Sekundarstufe I" (Ft. 13-15; mit Praxiskontakten zur Brecht-Schule).

MitarbeiterInnen

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