Ansatz der Qualitätssicherung bei der Einführung neuer und der Überprüfung bereits bestehender Studiengänge. Überprüft werden fachlich-inhaltliche Mindeststandards, die Berufsrelevanz des zu vergebenden Abschlusses sowie die Schlüssigkeit der Gesamtkonzeption des Studienganges (vgl. WissWB-Portal).
Angebote, die nicht primär zur Verwendung im beruflichen Bereich (berufliche Weiterbildung), sondern zur Entwicklung der ganzen Persönlichkeit bestimmt sind. Bereiche: Grundbildung (u.a. Alphabetisierung, Schulabschlüsse), lebenspraktische Bildung (u.a. Erziehung, Gesundheit, Ernährung), Kunst und Kultur (u.a. Literatur, Malen), Studien- und Sprachreisen.
Aufstiegsfortbildung dient dazu, durch Erweiterung von Qualifikationen im Beruf voranzukommen. In der Regel setzt Aufstiegsfortbildung eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine einschlägige, meist mehrjährige Berufserfahrung voraus. Sie ist häufig durch Regelungen der Länder (z.B. Fachschulen), des Bundes oder der Kammern (z.B. Meisterprüfung) festgelegt (vgl. Bundesinstitut für Berufsbildung).
Weiterbildung, die sich entweder am oder in enger Anbindung an den Arbeitsplatz vollzieht, auch als Learning on/near-the-job bezeichnet. Vielfältige Formen wie z.B. Vormachen/Nachmachen, Unterweisung durch Vorgesetzte oder Kollegen, Projektarbeit, Lernstatt, Qualitätszirkel, job-rotation, CBT, WBT. Im Gegensatz dazu finden Workshops losgelöst vom Arbeitsplatz und evtl. auch außerhalb des Betriebs statt.
Angebote, die dazu bestimmt sind, die beruflichen Qualifikationen an veränderte berufliche Anforderungen (z.B. Einsatz neuer Maschinen) anzupassen.
Angebote, die primär zum Erwerb von Kompetenzen zur Verwendung am Arbeitsplatz bestimmt sind. Es gibt zum einen Angebote, die nebenberuflich wahrgenommen werden können. Vielfalt an Angebotsformen: am Abend, am Wochenende, als Seminar oder als Fernunterricht. Der Zeitumfang bleibt relativ gering. Zum anderen gibt es Angebote, die oft auf einen anerkannten Abschluss zielen (z.B. Umschulung). Der Stundenumfang ist deutlich höher.
Technische Hilfsmittel zur Verbesserung der Lehr-/Lernsituation. Zu unterscheiden sind eher „klassische“ (z.B. Buch, Fotokopie, Folien) und „neuere“ Medien (z.B. Fernsehen, Radio, Internet). Sie sollen die Aneignung von Wissen erleichtern. Bei Multimedia handelt es sich um eine (digitale) Integration von verschiedenen Medien wie Text, Grafik, Video und Foto in einer Medienstation. Dabei wird vor allem CBT und WBT eingesetzt, die auch als Selbstlernmedien bezeichnet werden, da sie ein selbstgesteuertes Lernen ermöglichen sollen.
Träger schaffen die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen in Form von Einrichtungen, die dann Veranstaltungen durchführen. Die Weiterbildung ist durch eine Trägervielfalt charakterisiert: öffentliche (z.B. Kommunen), partikulare (z.B. Gewerkschaften, Kirchen) und private Träger (z.B. Weiterbildungunternehmen, betriebliche Bildungsabteilungen). Volkshochschulen sind beispielsweise Einrichtungen der öffentlichen Weiterbildung.
Hinter diesem Begriff verbirgt sich das Recht von Arbeitnehmern, zum Zwecke der Weiterbildung eine bestimmte Anzahl von bezahlten Arbeitstagen im Jahr vom Arbeitgeber freigestellt zu werden. Da Bildung in die Zuständigkeit der Länder fällt, gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche Regelungen und Handhabungen. In zwölf der 16 Bundesländer haben Arbeitnehmer inzwischen das Recht, bezahlten Bildungsurlaub zu nehmen.
Kombination von Präsenzlernen und E-Learning . Blended-Learning heißt „vermischtes Lernen“ (vom englischen „blender“ = Mixer).
Veranstaltung, die nicht regelmäßig über einen bestimmten Zeitraum verteilt stattfindet (z.B. einmal pro Woche zwei Stunden), sondern an einem oder mehreren aufeinander folgenden Tagen durchgeführt wird (z.B. am Wochenende). Blockveranstaltungen werden häufig im Rahmen der berufsbegleitenden Weiterbildung eingesetzt.
Beim CBT (auch Lernsoftware) werden Lernangebote auf Datenträgern (z.B. CD-ROM, DVD) zur Verfügung gestellt, die somit meist stationär (auf dem PC) nutzbar sind. Beispiel: Lernen einer Fremdsprache mittels CD-ROM. Zentrales Merkmal ist, dass dem Lernenden computerunterstützt und multimedial Lehrinhalte vermittelt werden (Bildungsmedien). Vorteil: Der Lernende kann seinem individuellem Lerntempo entsprechend und zu selbst gewählten Zeitpunkten lernen beispielsweise am Arbeitsplatz oder zu Hause.
Als Curriculum wird der Lehrplan für ein Bildungsprogramm einschließlich einer Beschreibung der Lehrziele, der Organisation und des Ablaufs des Lehrprozesses sowie der Methoden bezeichnet.
In der Didaktik geht es aus der Perspektive der Lehrenden um Strategien der effektiven Vermittlung zwischen Subjekt (Person) und Objekt (Inhalt, Stoff), also um die Förderung von Lernen durch planvolle Lehre. Didaktik beschäftigt sich demnach mit der rationalen Planung, Gestaltung und Reflexion von Bildungsprozessen.
Dabei werden z.B. Kurse nicht in einem Seminarraum abgehalten, sondern durch moderne Technologien wie Internet, Satellitenfernsehen und Videokonferenzen.
Beim E-Learning wird Lernen durch elektronische Medien unterstützt. Vielfältige Formen: Im Offline-Bereich wird meist mit CD-ROM gelernt (CBT). Im Online-Bereich bietet das Internet und Intranet vielfältige Möglichkeiten zur Unterstützung des Lernens (z.B. (WBT).
Siehe Weiterbildung.
Englischer Begriff, der in der Alltagssprache „Bewertung“ meint. Als Fachbegriff in der Weiterbildung bezeichnet Evaluation die systematische Beurteilung des Wertes bzw. des Nutzens einer Bildungsmaßnahme. Sie soll dazu dienen, Bildungspraxis zu verbessern. Oft gleichgesetzt werden die Begriffe Erfolgskontrolle, Wirkungskontrolle, Bildungscontrolling, Qualitätskontrolle, Kursbeurteilung usw..
Im Fernunterricht sind die Lehrenden und Lernenden im Gegensatz zum Präsenzlernen in der Regel räumlich voneinander getrennt, wobei auch mehr oder weniger umfangreiche Präsenzphasen zum Fernunterricht gehören können. Im Unterschied zu reinen Selbstlernprogrammen (z.B. CBT, Fachbücher) wird der Lernprozess vom Bildungsträger betreut. Die Inhalte werden häufig mit Lehrbriefen (per Post) oder elektronischen Medien vermittelt.
Lernen vollzieht sich in unterschiedlichen Kontexten. Als formelles Lernen wird vor allem ein Lernen in Institutionen bezeichnet, die eigens zum Zwecke der Weiterbildung und in der ausdrücklichen Absicht zu bilden geschaffen wurden (z.B. VHS, Bildungswerke, Hochschule).
Fortbildung setzt an den vorhandenen Qualifikationen in einem bestehenden Beruf an. Sie dient dazu, berufliche Qualifikationen zu erhalten, zu erweitern und der technischen Entwicklung anzupassen (Anpassungsfortbildung) oder beruflich aufzusteigen (Aufstiegsfortbildung) (vgl. Bundesinstitut für Berufsbildung).
Menschen lernen oft eher beiläufig und zufällig an den unterschiedlichsten Orten mit den ver-schiedensten Medien (Bildungsmedien): auf einer Reise, als Folge eines Unfalls, durch älter werden, im Museum, durch das Fernsehen und Radio und am Arbeitsplatz.
Betriebliche Weiterbildungmaßnahmen wie Seminare oder Trainings können extern, d.h. außerhalb des Betriebs z.B. in einem Tagungshotel oder in den Räumen eines Weiterbildunganbieters stattfinden. Sie werden aber auch häufig intern in den Räumlichkeiten des Betriebs durchgeführt („inhouse“).
Ein (wissenschaftliches) Gespräch unter Leitung eines Hochschullehrenden.
Bezeichnet das Handlungsvermögen einer Person. Wissen ist die Grundlage von Kompetenz, die aber auch Können (Fähigkeiten und Fertigkeiten) und Wollen (Interesse und Motivation) umfasst. Kompetentes Handeln hängt allerdings auch von Faktoren ab, die in der Umwelt der Person liegen. Sie muss im konkreten Fall die Erlaubnis zum Handeln haben, also zuständig sein (z.B. der Führerschein, wenn ich kompetent Autofahren soll), und sie muss über die notwendigen materiellen Ressourcen verfügen können (z.B. das Excel-Programm, wenn ich Tabellenkalkulation durchführen soll).
Kompetenzen einer Person können mit unterschiedlichen Verfahren erkannt, charakterisiert und erfasst werden, z.B.: Assessment-Center, aber auch im Rahmen von Mitarbeitergesprächen.
Zusammengehörende Folge von Veranstaltungen (z.B. Seminare), Unterrichtsstunden o.Ä..
Auch Studienbrief genannt. Siehe Fernunterricht.
Siehe Kurs.
Siehe Curriculum.
Unter Lernen kann man die Aneignung von Wissen und Können durch die Person selbst verstehen. Es lässt sich unterscheiden in ein eher beiläufiges, informelles Lernen im Zusammenhang anderer Tätigkeiten (informelles Lernen) und ein intentionales Lernen, oft in spezifisch dafür vorgesehenen Bildungseinrichtungen (formelles Lernen).
Siehe (Computer Based Training).
Lernstile im engeren Sinn können als individuelle Präferenzen bei Lernhandlungen aufgefasst werden. Im weiteren Sinn bezeichnen sie relativ stabile Persönlichkeitsmerkmale, die als ursächlich dafür angesehen werden, auf welche charakteristische Art und Weise Menschen lernen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass sich Lernstile durch Lernen und Erfahrung selbst ändern können, und dass menschliches Lernen generell insbesondere von der jeweiligen Bedeutung, die die Person dem Lerninhalt zuschreibt, aber auch von den Lernzielen, der Lernumgebung etc. abhängig ist.
Die räumlichen, personellen, zeitlichen usw. Kennzeichen einer konkreten Situation, in die ein Lernprozess eingebettet ist.
Unter Lernzielen lassen sich die angestrebten Ergebnisse eines Lernprozesses verstehen. Sie beschreiben, was am Ende des Lernprozesses herauskommen soll (z.B. Serienbriefe mit Word erstellen können), wohingegen Lerninhalte beschreiben, was während des Lernprozesses behandelt wird (z.B. Einführung in Word).
Ein Modul stellt eine Bauelement dar, welches sich einem inhaltlichen Schwerpunkt widmet und aus mehreren Lehrveranstaltungen zusammengesetzt sein kann, und welches Bestandteil einer umfassenderen Bildungsmaßnahme ist. Weiterbildung wird zunehmend modularisiert. Maßnahmen werden in Module zerlegt, um Bildungswege zu flexibilisieren, d.h. vor allem um dem individuellen Bedarf und den zeitlich-organisatorischen Möglichkeiten der Lernenden entgegenzukommen.
Zentraler Faktor der Lernmotivation ist, ob die Person das Lernangebot in ihrem Lebenskontext als sinnvoll einschätzt. Das Lernarrangement bzw. die Lernumgebung (z.B. Erreichbarkeit, Zeit, Raum, Organisation) und soziale Strukturen (z.B. Alter, berufliche Stellung, Familie, Herkunft) wirken sich auch auf die Lernmotivation aus.
Siehe Web Based Training.
Der Lernende und der Lehrende treffen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit aufeinander. Es besteht die Möglichkeit, in einen direkten Kontakt mit den anderen Teilneh-menden und dem Lehrenden zu treten. Formen (z.B.): Workshop, Seminar, (Ring-) Vorlesung und Training .
Qualifikationen bezeichnen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Personen zur Be-wältigung konkreter, meist beruflicher Anforderung. Sie sind damit primär arbeitsorientiert.
Dabei handelt es sich um eine Vortragsreihe zu einem übergeordneten Thema von verschiedenen Referenten.
Beim SGL wird das Lernen selbstständig geplant, ausgeführt und überwacht. Der Lernende kann die wesentlichen Entscheidung, ob, wozu, was, wann und wie gelernt werden soll, selbst bestimmen. In der Praxis erstreckt sich die Entscheidungsfreiheit allerdings oft nur auf die Lernzeit (wann) und die Lernform (wie). Die Lerninhalte (was) und Lernziele (wozu) sind meist vorgegeben.
Siehe Bildungsmedien.
Siehe selbstgesteuertes Lernen.
Lehr-/Lernform, die primär dazu dient, Wissen zu erwerben oder zu vertiefen.
Eine Lehr-/Lernform, die vor allem auf eine Veränderung bzw. Erweiterung des Handlungsrepetoires zielt. Deshalb ist eine hohe Eigenbeteiligung der Teilnehmenden charakteristisch.
Während Fortbildung an den vorhandenen Qualifikationen in einem bestehenden Beruf ansetzt, qualifiziert Umschulung für einen anderen Beruf. Sie soll dazu dienen, Erwerbstätige, die ihre bisherige Tätigkeit aufgeben müssen oder wollen, auf eine neue berufliche Tätigkeit vorzubereiten. Darüber hinaus dient Umschulung dazu, Arbeitslosen eine Grundlage zu liefern, um wieder in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt zu werden. Umschulungen enden i.d.R. mit dem Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Die Bundesagentur für Arbeit fördert entsprechende Maßnahmen auf der Grundlage des SGB III (vgl. Bundesinstitut für Berufsbildung).
Eine meist 90-minütige Unterrichtseinheit an einer Hochschule, die meistens von einem Professor/einer Professorin oder einem Dozenten/einer Dozentin gehalten wird.
Beim WBT werden Lernangebote über Inter- bzw. Intranet zur Verfügung gestellt. Dadurch haben sich im Vergleich zum CBT die Möglichkeiten des Lernens erheblich erweitert. Z.B. kann man sich mit anderen Teilnehmenden oder den Lehrenden über E-Mails, Chats und schwarze Bretter („Newsgroups“, „Foren“) austauschen.
Als Weiterbildung gilt traditionell die „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Ler-nens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase“ (Deutscher Bildungsrat). Dabei kann eine primär beruflich und eine primär allgemein und politisch orientierte Weiterbildung unterschieden werden. Allerdings gehen beide Bereich ineinander über, z.B. dann, wenn in beruflichen Weiterbildungmaßnahmen erworbene Kompetenzen in ihren Effekten über die Arbeitssituation hinaus verweisen und etwa im privaten Bereich angewandt werden können. Zur beruflichen Weiterbildung gehören die Fortbildung (Anpassungs- und Aufstiegsfortbildung) , die Umschulung und das arbeitsplatznahe Lernen . Neben dem organisierten Lernen in spezifisch dafür vorgesehenen Bildungseinrichtungen umfasst Weiterbildung aber auch ein intentionales Lernen in den unterschiedlichsten Lebenszusammenhängen (z.B. Arbeit, Freizeit). Menschen eignen sich an den verschiedensten Orten mit Hilfe der unterschiedlichsten Medien Wissen an.
Veranstaltungsform, die auf den Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden über ein bestimmtes Thema oft unter der Anleitung eines Moderators setzt.
Bezeichnet allgemein die für ein bestimmtes Ereignis maximal zur Verfügung stehende Zeit. Schichtarbeitern, allein erziehenden Müttern, Studenten, Rentnern, Managern stehen unterschiedliche Zeitkontingente und -räume zur Verfügung.
Zertifikate sind Beurteilungen und Beschreibungen von Lernleistungen, meistens unter Angabe von Lernzeit (Dauer), Lerninhalt, Note, prüfender und ausstellender Institution. Das Spektrum von Zertifikaten reicht von Hochschuldiplomen, Meisterprüfungen, Schulabschlüssen, Berufabschlüssen, Prüfungsergebnissen bis zu Teilnahmebescheinigungen.
Weiterbildungseinrichtungen können sich sich durch Zertifizierungsgesellschaft begutachten lassen und erhalten durch die Erfüllung bestimmter Qualitätsstandards ein Gütesigel (z.B. DIN ISO, TQM, LQW).