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Informationen zum Integrierten Schulpraktikum (ISP)

Folgende Informationen beziehen sich auf die BA-Lehramtsstudiengänge Lehramt Primar- und Sekundarstufe, Lehramt an Gymnasien und Lehramt an Sonderschulen.

Alle Studierende anderer Studiengänge (alte Examensstudiengänge) melden sich bitte direkt im Zentrum für Schulpraxis.

Im Rahmen der BA-Lehramtsstudiengänge ist das Ableisten des ISP verbindlich. Es wird von allen Studierenden im 5. und 6. Semester in folgenden Schulstufen absolviert:

  • Lehramt Primar- und Sekundarstufe: Grund- oder Mittelstufe
  • Lehramt an Gymnasien: Mittel- oder Oberstufe
  • Lehramt an Sonderschulen: Grund- oder Mittelstufe

Das Schulpraktikum wird in der Regel an allgemeinbildenden Schulen in Hamburg absolviert.

Aufbau des ISP:
Das ISP wird in Form eines Moduls angeboten und beginnt immer im Wintersemester. Es ist eine Sequenz und beginnt mit einem Vorbereitungsseminar mit schulpädagogischer, grundschulpädagogischer, pädagogisch-psychologischer oder fachdidaktischer Ausrichtung. In der nachfolgenden vorlesungsfreien Zeit (im Februar/März) schließt sich das vierwöchige Praktikum an. Im anschließenden Sommersemester wird ein Nachbereitungsseminar durchgeführt. Diese erfolgt meist (aber nicht immer!) als Kompaktseminar zu Beginn der Vorlesungszeit.

Ablauf der Praktikumssequenz:

Vorbereitungsseminar im
Wintersemester
(2 SWS)
4 Wochen Praktikum in
den Semesterferien 

Nachbereitungsseminar im
Sommersemester (meist kompakt)
(1 SWS)

Umfang des Praktikums:
Während des Praktikums sind mindestens 30 Stunden zu hospitieren und 10 Stunden zu unterrichten. Die Anwesenheit in der Schule hat an mindestens 20 Tagen zu erfolgen.

Qualifikationsziele:
Im Integrierten Schulpraktikum sollen folgende Kompetenzen erworben bzw. gestärkt werden:

1) Orientierung im beruflichen Feld: Kontakte mit dem Berufsfeld dienen den Studierenden zur Entscheidung der Frage, ob ihr Interesse am Lehrerberuf mit den beobachtbaren schulischen und gesellschaftlichen Bedingungen von Lehrerarbeit in Einklang zu bringen ist. Sie werden dadurch in die Lage versetzt, sich bewusst und begründet für diesen Beruf zu entscheiden.

2) Beobachtungskompetenz: Das Schulpraktikum vermittelt die Fähigkeit, Schülerinnen und Schüler sowie Unterricht und Schule theoretisch angeleitet zu beobachten. Dabei werden Beobachtungskategorien entwickelt, z.B. für die kulturelle und soziale Heterogenität von Lerngruppen, für Fragen der medialen Gestaltung der Lernumwelt sowie für Fragen der Unterrichts-  und Schulentwicklung.

3) Didaktische Reflexionskompetenz: Das Schulpraktikum dient der Erarbeitung didaktisch begründeter Reflexionskriterien für die Beurteilung von Lehr-Lern-Situationen. Dabei bilden die Studierenden didaktisch begründete Positionen aus, z.B. für die Auswahl der Inhalte sowie zum Einsatz unterschiedlicher Unterrichtsformen und Methoden.

4) Gestaltungskompetenz: Das Schulpraktikum bereitet darauf vor, Lehr-Lern-Situation selbst zu gestalten und zu verändern. Ziel ist, im Studium entwickelte Vorstellungen zu erproben und zu evaluieren, um im Anschluss daran Fragen zur Gestaltung von Lehr-Lern-Situationen theoriegeleitet weiter zu bearbeiten.

5) Interaktionskompetenz: Das Schulpraktikum hilft, lernfördernde Interaktionsformen zu erproben und die eigenen Fertigkeiten in der Kommunikation und Präsentation auszubauen.

Anforderungen an die Modulprüfung:
Um zur Modulprüfung zugelassen zu werden, müssen folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Regelmäßige aktive Teilnahme mit Vor- und Nachbereitung am Vorbereitungsseminar
  • Erfüllung der Praktikumsverpflichtung
  • Teilnahme an einem individuellen Auswertungs- und Beratungsgespräch zur Berufseignung.

Als Studienleistungen im Vorbereitungsseminar können beispielsweise folgende Nachweise erbracht werden: Vorbereitung und Gestaltung einer Seminarsitzung, Referat, schriftliche Ausarbeitung, Klausur.

Die Modulprüfung kann aus einem etwa zehnseitigen Praktikumsbericht oder der Erstellung eines Portfolios bestehen.

Leistungspunkte für das ISP:
Für das Ableisten eines ISP werden folgende Leistungspunkte angerechnet:

  • Vorbereitungsseminar: 2 LP
  • Praktikum: 4 LP
  • Nachbereitungsseminar inkl. Modulprüfung: 2 LP

Insgesamt werden für das Ableisten des ISP also 8 Leistungspunkte angerechnet.

Eignungsreflektion während des ISP:
Während des ISP absolvieren alle Studierende eine Eignungsreflektion, die dazu dienen soll, die individuellen Stärken und Schwächen zu erkennen und dementsprechend Entwicklungsbedarfe zu erkennen.
Dazu werden folgende Instrumente angewendet:

  • Gegen Ende des Praktikums wird von jedem Studierenden eine internetbasierte Selbsteinschätzung über seine Stärken und Schwächen abgegeben.
  • Anschließend gibt die/der MentorIn an der Praktikumsschule eine ebenso internetbasierte Fremdeinschätzung über die beobachteten Stärken und Schwächen des Studierenden ab.
  • Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wird im Anschluss ein Auswertungsgespräch zwischen MentorIn und Studierendem geführt. Ziel ist es, das Eignungsprofil des Studierenden zu verdeutlichen und so gezielt Entwicklungsanregungen zu geben.

Im Anschluss an das ISP kann der Studierende ein Lehrertraining als 5-tägiges Kompaktseminar absolvieren. Dort wirken erfahrene Lehrkräfte des Landesinstituts für Lehrerfortbildung bzw. des Fachbereiches Erziehungswissenschaft in der Trainerrolle. Hier besteht die Möglichkeit, das eigene Eignungsprofil zu reflektieren und ganz konkret Techniken zur Bewältigung der künftigen Berufsanforderungen einüben zu konnen. Auf diese Weise kann der Studierende sein Eignungsprofil nachhaltig stärken.

Studierenden, die während des Praktikums nicht die erforderlichen grundlegenden Interaktionskompetenzen erkennen lassen, kann die Auflage gemacht werden, zum Ausgleich am Lehrertraining teilzunehmen.

Anmeldung zum ISP
Die Anmeldung zu den ISP-Seminaren läuf über STiNE. Die Anmeldefristen können Sie direkt in STiNE einsehen.

Bei der Wahl der Seminare beachten Sie bitte folgende Hinweise bzw. halten sich an folgenden Ablauf:

  1. Anmeldung zur Modulprüfung ISP (Beginn der Modullaufzeit).
  2. Erst alle Pflichtveranstaltungen der Fächer sowie der Erziehungswissenschaft wählen, danach die ISP-Wahl darauf abstimmen.
  3. Aus den angebotenen ISP-Seminaren mindestens 3 (mit Priorität) wählen.
  4. Seminare, die unter keinen Umständen belegt werden können, definitiv ausschließen!
  5. Bei Problemen rechtzeitig (vor Ablauf der Anmeldephase) an das ZfS wenden!

Härtefälle (Examensstudierende, Studierende mit Kind, chronisch Kranke) können sich unter Umständen direkt in die ISP-Seminare einbuchen lassen. Dazu melden Sie sich bitte frühzeitig direkt im ZfS.

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